Abschreibung

Abschreibung bezeichnet im Immobilienbereich die steuerlich anerkannte Verteilung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten einer Immobilie über deren Nutzungsdauer zur Ermittlung des zu versteuernden Gewinns.

Annuitätendarlehen

Ein Annuitätendarlehen ist ein langfristiges Darlehen mit konstanten Jahresraten (Annuitäten), die sich aus Zins und Tilgung zusammensetzen und häufig zur Finanzierung von Immobilien eingesetzt werden.

Beleihungsgrenze

Die Beleihungsgrenze ist der maximale Prozentsatz des Immobilienwerts, bis zu dem ein Kreditinstitut eine Immobilie zur Absicherung eines Darlehens heranzieht.

Beleihungswert

Der Beleihungswert ist der von Kreditinstituten ermittelte vorsichtige Schätzwert einer Immobilie, der zur Absicherung von langfristigen Darlehen dient und meist unter dem Marktwert liegt.

Bonitätsprüfung

Die Bonitätsprüfung der Bank ist die Bewertung der finanziellen Kreditwürdigkeit eines Immobilieninvestors zur Entscheidungsfindung über eine Bau- oder Objektfinanzierung.

Bruttomietrendite

Die Bruttomietrendite gibt das Verhältnis der jährlichen Mieteinnahmen zum Kaufpreis einer Immobilie an. Sie dient als einfache Kennzahl zur Einschätzung der Rentabilität, berücksichtigt jedoch keine laufenden Kosten oder Nebenkosten des Erwerbs.

Buy and Hold

Buy and Hold bezeichnet eine langfristige Immobilien-Investitionsstrategie, bei der Objekte gekauft und über einen längeren Zeitraum gehalten werden, um von Mieteinnahmen und potenziellen Wertsteigerungen zu profitieren.

Cashflow

Cashflow bezeichnet den Nettozufluss an liquiden Mitteln aus einer Immobilieninvestition und ergibt sich aus den Mieteinnahmen abzüglich laufender Kosten wie Zinsen, Instandhaltung und Verwaltung.

Darlehensrestschuld

Die Darlehensrestschuld bezeichnet den noch nicht zurückgezahlten Betrag eines Immobilienkredits zu einem bestimmten Zeitpunkt während der Laufzeit.

Denkmalschutz

Denkmalschutz bezeichnet den staatlichen Schutz von Gebäuden mit historischer, kultureller oder architektonischer Bedeutung, der bei Sanierungen besondere Auflagen mit sich bringt, aber auch steuerliche Vorteile für Eigentümer bieten kann.

Disagio

Disagio bezeichnet den Abschlag vom Nennwert eines Kredits, der bei der Auszahlung einbehalten wird und zur effektiven Zinserhöhung für den Darlehensnehmer führt.

Effektivzins

Effektivzins bezeichnet die tatsächlichen jährlichen Gesamtkosten eines Kredits für den Immobilienerwerb, inklusive Zinsen, Gebühren und sonstiger Kosten.

Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote gibt den Anteil des eingesetzten Eigenkapitals an der Gesamtfinanzierung einer Immobilie an und dient als Indikator für die finanzielle Stabilität eines Investments.

Eigenkapitalrendite

Die Eigenkapitalrendite gibt an, wie stark sich das eingesetzte Eigenkapital durch eine Immobilieninvestition verzinst, und dient Investoren zur Beurteilung der Rentabilität ihres Kapitaleinsatzes.

Energieeffizienzklasse

Die Energieeffizienzklasse gibt an, wie energieeffizient ein Gebäude ist, und basiert auf dem Energiebedarf oder -verbrauch gemäß dem Energieausweis.

Erstvermietungsgarantie

Die Erstvermietungsgarantie ist ein vertraglich zugesichertes Versprechen des Projektentwicklers oder Vermarkters, bei Neubau- oder Sanierungsobjekten innerhalb eines definierten Zeitraums einen Erstmieter zu finden, andernfalls wird die vereinbarte Miete übernommen.

Fix and Flip

Fix and Flip bezeichnet eine Investitionsstrategie, bei der Immobilien gekauft, renoviert und anschließend kurzfristig mit Gewinn weiterverkauft werden.

Grundbuch

Das Grundbuch ist ein amtliches Register beim zuständigen Grundbuchamt, in dem Eigentumsverhältnisse, Rechte und Belastungen von Grundstücken rechtlich verbindlich dokumentiert sind.

Haushaltsrechnung

Die Haushaltsrechnung ist eine Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben eines Haushalts, die zur Beurteilung der Zahlungsfähigkeit potenzieller Mieter oder Käufer im Rahmen der Immobilienfinanzierung herangezogen wird.

Hausverwaltung

Hausverwaltung bezeichnet die professionelle Betreuung und Organisation von Miet- oder Eigentumsimmobilien, einschließlich Aufgaben wie Mietmanagement, Instandhaltung und Abrechnung im Auftrag des Eigentümers.

Hypothek

Eine Hypothek ist ein Grundpfandrecht, das zur Absicherung eines Immobilienkredits dient und dem Kreditgeber das Recht einräumt, die Immobilie bei Zahlungsausfall zwangsweise zu verwerten.

Instandhaltungsrücklage

Die Instandhaltungsrücklage ist eine finanzielle Rückstellung der Eigentümergemeinschaft innerhalb einer Wohnungseigentumsanlage zur Deckung zukünftiger Reparaturen und Sanierungsmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum.

Kapitalbindung

Kapitalbindung bezeichnet die langfristige Bindung finanzieller Mittel in einer Immobilie, wodurch das investierte Kapital nicht kurzfristig für andere Zwecke verfügbar ist.

Kaufpreisfaktor

Der Kaufpreisfaktor gibt das Verhältnis zwischen Kaufpreis einer Immobilie und der jährlichen Nettokaltmiete an und dient Investoren als Kennzahl zur Bewertung der Rentabilität.

KfW-Förderung

KfW-Förderung bezeichnet zinsgünstige Kredite und Zuschüsse der staatlichen KfW-Bank zur Unterstützung energieeffizienter Neubauten oder Sanierungen von Immobilien.

Kreditlaufzeit

Die Kreditlaufzeit bezeichnet den Zeitraum, über den ein Immobilienkredit durch regelmäßige Raten vollständig zurückgezahlt wird.

Leerstandsquote

Die Leerstandsquote gibt den prozentualen Anteil unvermieteter oder ungenutzter Immobilienflächen innerhalb eines definierten Wohn- oder Gewerbemarkts an.

Leverage-Effekt

Der Leverage-Effekt beschreibt die Hebelwirkung von Fremdkapital, mit der Investoren bei Immobilieninvestitionen durch den Einsatz von geliehenem Kapital eine höhere Eigenkapitalrendite erzielen können.

Mietmultiplikator

Der Mietmultiplikator ist eine Kennzahl zur Immobilienbewertung, die angibt, wie oft die Jahresnettokaltmiete im Kaufpreis einer Immobilie enthalten ist.

Mietpreisentwicklung

Die Mietpreisentwicklung beschreibt die Veränderung der durchschnittlichen Mietpreise im Zeitverlauf und ist ein zentraler Indikator für Marktdynamik und Investitionspotenzial im deutschen Immobilienmarkt.

Mietrendite

Die Mietrendite gibt das Verhältnis der jährlichen Mieteinnahmen zum Kaufpreis einer Immobilie an und dient Investoren zur Bewertung der Rentabilität eines Objekts.

Mikrolage vs Makrolage

Die Makrolage beschreibt die überregionale Standortqualität einer Immobilie (z. B. Stadt oder Region), während die Mikrolage die direkte Umgebung (z. B. Nachbarschaft, Infrastruktur, Anbindung) betrifft.

Nettomietrendite

Die Nettomietrendite zeigt die tatsächliche Rendite einer Immobilie unter Einbeziehung der laufenden Kosten und Kaufnebenkosten. Sie gibt somit ein realistischeres Bild der Wirtschaftlichkeit einer Investition.

Nominalzins

Nominalzins ist der Zinssatz, den ein Kreditgeber für ein Darlehen ohne Berücksichtigung von Inflation oder zusätzlicher Kosten erhält und dient bei Immobilienfinanzierungen als Grundlage zur Berechnung der Zinszahlungen.

Notarkosten

Notarkosten sind Gebühren, die für die notarielle Beurkundung von Immobilienkaufverträgen und weiteren Grundbuchangelegenheiten anfallen und üblicherweise vom Käufer getragen werden.

Objektunterlagen

Objektunterlagen sind sämtliche Dokumente, die Auskunft über eine Immobilie geben, wie Grundrisse, Energieausweis, Teilungserklärung und Protokolle der Eigentümerversammlungen.

Off-Market Immobilien

Off-Market Immobilien sind Objekte, die diskret und ohne öffentliche Vermarktung verkauft oder vermittelt werden, meist über ein exklusives Netzwerk von Investoren oder Maklern.

Pachtvertrag

Ein Pachtvertrag ist ein zivilrechtlicher Vertrag, bei dem der Verpächter dem Pächter eine Immobilie oder Fläche zur Nutzung überlässt und dieser im Gegenzug eine Pacht zahlt sowie in der Regel das Recht hat, Erträge aus der Nutzung zu ziehen.

Passivhaus

Ein Passivhaus ist ein besonders energieeffizienter Gebäudestandard, der durch eine sehr gute Wärmedämmung, luftdichte Bauweise und kontrollierte Wohnraumlüftung minimale Heizkosten ermöglicht.

Projektentwicklung

Projektentwicklung bezeichnet alle planerischen, wirtschaftlichen und technischen Maßnahmen zur Initiierung, Konzeption und Realisierung von Immobilienvorhaben bis zur Übergabe an den Nutzer oder Investor.

Quadratmeterpreis

Der Quadratmeterpreis gibt an, wie viel ein Quadratmeter Wohn- oder Nutzfläche kostet, und dient als zentrale Kennzahl zur Bewertung von Immobilienpreisen und Mietniveau.

Quersubventionierung

Quersubventionierung bezeichnet im Immobilienbereich die Finanzierung weniger renditestarker Objekte oder Nutzungen durch Überschüsse aus profitableren Einheiten innerhalb eines Portfolios.

REIT (Real Estate Investment Trust)

Ein REIT (Real Estate Investment Trust) ist eine börsennotierte Gesellschaft, die in Immobilien investiert und deren Erträge hauptsächlich aus Mieteinnahmen stammen; in Deutschland müssen REITs bestimmte gesetzliche Vorgaben erfüllen, darunter eine hohe Ausschüttungsquote an die Anleger.

Restschuldversicherung

Restschuldversicherung: Eine Restschuldversicherung sichert im Todesfall, bei Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit die Rückzahlung eines Immobilienkredits ab und minimiert so das finanzielle Risiko für Kreditnehmer und Investoren.

Standortanalyse

Standortanalyse bezeichnet die systematische Bewertung eines Immobilienstandorts anhand relevanter Kriterien wie Infrastruktur, Mietpotenzial und wirtschaftlichem Umfeld zur fundierten Investitionsentscheidung.

Tilgungsplan

Ein Tilgungsplan zeigt die zeitliche Aufteilung der Rückzahlung eines Immobilienkredits inklusive Tilgungs- und Zinsanteil und dient Investoren zur langfristigen Finanzierungsplanung.

Tilgungsrate

Die Tilgungsrate bezeichnet den prozentualen Anteil der Darlehenssumme, der jährlich zur Rückzahlung eines Immobilienkredits verwendet wird, exklusive Zinsen.

Umlagefähige Nebenkosten

Umlagefähige Nebenkosten sind Betriebskosten, die Vermieter gemäß Betriebskostenverordnung anteilig auf die Mieter umlegen dürfen, etwa für Heizung, Wasser oder Müllabfuhr.

Untervermietung

Untervermietung bezeichnet die Vermietung einer gemieteten Wohnung oder einzelner Räume durch den Hauptmieter an Dritte, wobei hierfür in der Regel die Zustimmung des Vermieters erforderlich ist.

Verkehrswert

Verkehrswert ist der geschätzte Marktwert einer Immobilie zum Stichtag, der unter Berücksichtigung von Lage, Zustand und Marktlage im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zu erzielen wäre.

WG-Konzept

Ein WG-Konzept beschreibt die gezielte Vermietung einer Immobilie an eine Wohngemeinschaft, um durch die Vermietung einzelner Zimmer höhere Renditen zu erzielen.

Wohneinheit

Eine Wohneinheit ist eine abgeschlossene, eigenständige Wohnung innerhalb eines Gebäudes, die über alle notwendigen Wohnfunktionen wie Bad, Küche und Schlafbereich verfügt.

Yield

Yield bezeichnet die Bruttorendite einer Immobilie und berechnet sich aus dem Verhältnis der jährlichen Mieteinnahmen zum Kaufpreis, ein zentraler Indikator für die Rentabilität eines Immobilieninvestments.

Young Living Concepts

Young Living Concepts bezeichnet innovative Wohnkonzepte für junge Zielgruppen, häufig mit Fokus auf möblierte Mikroapartments, Gemeinschaftsflächen und urbaner Lage.

Zinsbindung

Zinsbindung bezeichnet den Zeitraum, in dem der Zinssatz eines Immobilienkredits vertraglich festgelegt ist und nicht verändert werden kann.

Zwangsversteigerung

Zwangsversteigerung ist ein gesetzlich geregeltes Verfahren, bei dem eine Immobilie öffentlich veräußert wird, um offene Forderungen von Gläubigern bei Zahlungsunfähigkeit des Eigentümers zu begleichen.

Zwischenfinanzierung

Zwischenfinanzierung bezeichnet ein kurzfristiges Darlehen zur Überbrückung des Zeitraums bis zur Auszahlung einer langfristigen Finanzierung, häufig genutzt bei Immobilienkäufen vor dem Verkauf einer bestehenden Immobilie.