Wer eine Immobilie besitzt oder kaufen möchte, stellt sich früher oder später eine sehr berechtigte Frage:
Welche laufenden Kosten entstehen eigentlich für die Instandhaltung?
Die kurze Antwort lautet:
Es kommt darauf an – vor allem auf Alter, Zustand und Bauweise der Immobilie.
Die gute Nachricht: Mit realistischen Rücklagen lassen sich die meisten Kosten gut planen und abfedern.
Warum Instandhaltungsrücklagen so wichtig sind
Immobilien sind langlebige Sachwerte, aber sie bleiben nicht wartungsfrei.
Heizung, Sanitär, Elektrik, Böden, Fenster oder Bäder nutzen sich über die Jahre ab – mal planbar, mal unerwartet.
Wer frühzeitig Rücklagen bildet:
- vermeidet finanzielle Überraschungen
- kann notwendige Arbeiten entspannt umsetzen
- erhält die Vermietbarkeit der Immobilie
- unterstützt eine langfristige Wertentwicklung
Instandhaltung ist kein Zeichen von Problemen – sondern von verantwortungsvollem Eigentum.
Richtwerte für monatliche Instandhaltungsrücklagen
Aus der Praxis haben sich einfache, gut funktionierende Richtwerte etabliert. Sie sind keine Garantie, aber eine solide Orientierung.
Neubau oder kernsanierte Immobilie
Bei sehr neuen Immobilien oder umfassend kernsanierten Objekten ist in den ersten Jahren meist nur wenig Aufwand notwendig.
Empfehlung:
- ca. 0,50 € bis 0,70 € pro Quadratmeter und Monat
Diese Rücklage deckt kleinere Reparaturen und langfristige Abnutzung ab, ohne unnötig Kapital zu binden.
Bestandsimmobilie
Bei älteren Immobilien ist der Instandhaltungsbedarf in der Regel höher. Bauteile nähern sich ihrem Lebensende, und Reparaturen werden wahrscheinlicher.
Empfehlung:
- ca. 1,00 € bis 1,50 € pro Quadratmeter und Monat
Damit lassen sich laufende Maßnahmen realistisch planen, ohne bei größeren Arbeiten unter Druck zu geraten.
Hausgeld ist nicht gleich eigene Rücklage
Ein wichtiger Punkt wird häufig unterschätzt:
Die Rücklagen der Hausverwaltung betreffen das Gemeinschaftseigentum, nicht automatisch die eigene Wohnung.
Dazu zählen zum Beispiel:
- Dach
- Fassade
- Treppenhaus
- Leitungen im Gemeinschaftsbereich
Für das Sondereigentum – also alles innerhalb der Wohnung – sollte zusätzlich eine eigene Rücklage gebildet werden.
Typische Beispiele im Sondereigentum:
- Bodenbeläge
- Küche
- Bad
- Innentüren
- Heizkörper oder Armaturen
Diese Kosten trägt der Eigentümer selbst – unabhängig von der Hausverwaltung.
Instandhaltung sichert Vermietbarkeit und Wert
Eine gut instand gehaltene Wohnung ist nicht nur angenehmer zu bewohnen, sondern auch langfristig wirtschaftlicher.
Regelmäßige Pflege sorgt dafür, dass:
- Wohnungen dauerhaft vermietbar bleiben
- Mieter länger bleiben
- Leerstände vermieden werden
- der Immobilienwert stabil bleibt oder steigt
Instandhaltung ist daher kein reiner Kostenfaktor, sondern Teil einer nachhaltigen Strategie.
Imperia Immobilien – realistisch planen statt überrascht werden
Bei Imperia Immobilien legen wir großen Wert auf realistische Kalkulationen. Instandhaltungsrücklagen gehören für uns selbstverständlich zu einer soliden Immobilienstrategie.
Wir unterstützen unsere Kunden unter anderem bei:
- der realistischen Einschätzung laufender Kosten
- der Auswahl nachhaltig wirtschaftlicher Immobilien
- einer langfristig tragfähigen Planung
- dem Erhalt von Vermietbarkeit und Wert
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